Plakat „Nibelungenzug 2010”
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Nibelungenzug 2010 bei Heppenheim TV
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24.-25. April Freudenberg Miltenberg Amorbach Buchen WalldürnDie Nibelungen leben neu auf
Nibelungenzug verbindet Kultur und Tourismus über Ländergrenzen hinweg / Auftaktveranstaltung am 24. April in Freudenberg am Main
Freudenberg am Main. (TM). „Die Nibelungen werden 2010 neu aufleben!” Die Vorfreude auf das Großereignis stand Heinz Hofmann förmlich ins Gesicht geschrieben. Der Bürgermeister der Stadt Freudenberg am Main hatte am Dienstag gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Nibelungen-Siegfried-Straße und der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlichen Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße zu einer Pressekonferenz ins Rathaus eingeladen: In zehn Tagen ist es soweit, fällt doch am 24. April (Samstag) der offizielle Startschuss für den Nibelungenzug 2010 mit einem ganztägigen attraktiven Rahmenprogramm, das zahlreiche Glanzlichter vorzuweisen hat.
Gekommen waren nicht nur die am Nibelungenzug beteiligten Kommunen — siebzehn an der Zahl —, sondern auch die Autoren des Schauspiels „Berggold”, Dr. Gerda und Paul Pagel. Die Aufführung, die Siegfrieds Kampf mit dem Drachen in einer modernen Fassung mit Lokalkolorit thematisiert, zählt mit ihren 400 Laienschauspielern zu einem der Höhepunkte des Nibelungenzugs. Die Hauptdarsteller waren ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend.
UNESCO–Weltdokumentenerbe
Der Nibelungenzug ist der zweite seiner Art. Nach der geglückten Premiere vor exakt zehn Jahren mit einem — so Bürgermeister Heinz Hofmann wörtlich — „fast unglaublichen Erfolg”, haben sich die Protagonisten bereits 2008 für eine Neuauflage entschieden. Mit der Privat-Brauerei Schmucker, der HSE und Sparkassenstiftung Starkenburg konnten drei finanzkräftige Sponsoren gefunden werden. Seitdem laufen die Vorbereitungen für das Event auf Hochtouren, das verantwortlich von der Arbeitsgemeinschaft Nibelungen-Siegfried-Straße koordiniert wird. 23 Städte und Gemeinden, die an den beiden Touristikstraßen entlangführen, sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft, an dessen Spitze der Lindenfelser Ehrenbürgermeister Peter C. Woitge steht. „Ohne ihn hätte es jetzt und vor zehn Jahren den Nibelungenzug nicht gegeben”, lobte Hofmann. Nach der geglückten Premiere im Jahr 2000 ist die Stadt Freudenberg am Main zum zweiten Mal Ausrichter der Auftaktveranstaltung, berichtete der gastgebende Bürgermeister stolz.
Das im 12. Jahrhundert entstandene Nibelungenlied ist aktueller denn je. Im vergangenen Jahr wurde das „wichtigste Kulturerbe unseres Landes”, wie Hofmann es formulierte, zum UNESCO-Weltdokumentenerbe erklärt. Da lag es auf der Hand, dass die Festansprache bei der Eröffnung in der Alten Kirche vom Vorsitzenden des nationalen Nominierungskomitees der Deutschen UNESCO-Kommission, Staatssekretär a.D. Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, im Rahmen der Eröffnung um 10 Uhr in der Alten Kirche von Freudenberg am Main gehalten wird. Ihm ist es letztlich zu verdanken, dass das Nibelungenlied „geadelt” wurde. Zu den Festgästen am 24. April gehört auch der baden-württembergische Minister für Bundes-, Europa- und internationale Angelegenheiten, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, mit seinen Ministerkollegen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern einer von vier Schirmherren.
Faszination ungebrochen
Dass gleich vier Bundesländer an einem Strang ziehen, freut den Vorsitzenden der Arbeitsge-meinschaft Nibelungen-Siegfried-Straße. Im Mittelpunkt des Nibelungenzugs stehen für Peter C. Woitge „die zahlreichen Vereine und die Menschen in der Region, die sich engagieren”. Die von ihm angeführte Arbeitsgemeinschaft könne nur begleiten und koordinieren. Gleichwohl galt Woitges Dank seinem Geschäftsführer Klaus Johe, „der mit viel Mühe den Nibelungenzug zum Laufen bringt”. Dessen Ziel sei zuvorderst „die Tourismusförderung für die Region zwischen Rhein, Main und Odenwald”. Besonders freut es den ehemaligen Bürgermeister, dass rechtzeitig zu dem Großereignis vor wenigen Wochen das für die Region einmalige Deutsche Drachenmuseum in Lindenfels eingeweiht werden konnte, in das Woitge „persönlich sehr viel Zeit aufgewendet hat”. Dies passe thematisch wunderbar zusammen, üben doch die Fabeltiere eine ebenso ungebrochene Faszination aus wie die Nibelungensage. Dass das Nibelungenlied „derart in das Bewusstsein der Menschen gerückt ist”, ist nach Woitges Einschätzung in erster Linie dem Engagement Leonhards um die Aufnahme in das Weltdokumentenerbe der UNESCO geschuldet.
Den „langen Schinken”, wie Dr. Gerda Pagel sagte, in einer Spielzeit von gerade mal einer halben Stunde auf die Bühne zu bringen, das ist eine echte Herausforderung. Das Autoren-Ehepaar hat das Stück „Berggold” in moderner Fassung nicht nur selbst geschrieben, sondern auch inszeniert. Über den Inhalt des Nibelungenlieds zu informieren, hieße Eulen nach Athen tragen, sagte Paul Pagel im Rahmen der Pressekonferenz. Froh zeigte sich Pagel darüber, dass das Nibelungenlied Bestandteil der Lehrpläne an den Schulen ist: „Es ist von Bedeutung, etwas über die Genese dieses Epos’ zu erfahren.” Das beeindruckende Nibelungenlied „auf die heutige Zeit zu aktualisieren”, sei spannend: „Groß hat sich der Mensch nicht verändert, weder im guten noch im bösen Sinne, die Bedingungen aber gleichwohl”. Die Inszenierung vor zehn Jahren ist nach den Worten des Autors und Regisseurs „stärker dran an der Vorlage gewesen”. Dieses Mal nun werde die Aufführung in fünf Akten mit „lokalpolitischen Anliegen” gespickt. Gemeint ist die Lösung der Verkehrsproblematik in Freudenberg am Main, aber auch die derzeitige Wirtschaftskrise ist ein Thema.
„Berggold”-Generalprobe am Samstag
Am Samstag ab 14 Uhr findet die Generalprobe von „Berggold” statt — mit Hunderten von Schaulustigen, wie Pagels Frau Gerda berichtete. Unter den Akteuren ist nicht nur der Freudenberger Bürgermeister Heinz Hofmann, sondern auch der ehemalige Landrat Georg Denzer, der den Schatzhüter „Alberich” gibt. Der „Drachenmann” wird von dem ehemaligen Fechtweltmeister und Olympiasieger Reinhold Behr verkörpert, ein Mann der ersten Stunde bei den Burgfestspielen. Eingebunden in das Spektakel sind auch die Grund- und Hauptschulen von Freudenberg und Umgebung sowie die Kindergärten. „Gold zu Gold, Geld zu Geld” schallte es bei einer ersten Kostprobe nicht nur einmal wortgewaltig durch das Gewölbe des 1499 erbauten.
Die Topographie Freudenbergs mit seinen vier Schauplätzen — Burgberg, Mainvorland, Brücke und Fluss — wird bei „Berggold” gekonnt in Szene gesetzt. Seit September des vergangenen Jahres sind sieben Näherinnen mit dem Schneidern der Nibelungen-Gewändern beschäftigt, Texte wurden geschrieben und auswendig gelernt, die insgesamt fünf Akte einstudiert, über 200 Goldbarren von Kindergartenkindern gefertigt. Ein (von der Nibelungenstadt Worms zur Verfügung gestellter) über zwölf Meter langer Drachen steht bei dem Schauspiel, das kein so tragisches Ende findet wie das Original, ebenso im Mittelpunkt wie musikalische Beiträge und pyrotechnische Effekte. „Die Siegfriede sterben bei uns nicht”, verriet Paul Pagel. Von dem Held gibt es in „Berggold” übrigens nicht nur einen.
Drachen-Künstler-Wettbewerb
Neben der „Berggold”-Aufführung wird die Ausstellungseröffnung „Mythos Drachen” im Zentrum des Eröffnungstags stehen (Beginn 11 Uhr). Kinder und Jugendliche waren zu einem Künstler-Wettbewerb aufgerufen. Insgesamt wurden 230 eingereicht, berichtete Wolfgang Kirchgäßner, Künstler und Leiter der Amtshausgalerie. Eine Jury hat 49 Arbeiten — Kollagen, Malerei und Plastiken — ausgewählt, die in der Ausstellung gezeigt werden. Unter diesen Schülerarbeiten werden am Eröffnungstag die Sieger präsentiert — mit der Verleihung des Schüler- und Jugend-Kunst-Preises.
Die Stadt Freudenberg rückt aber nicht nur mit dem Nibelungenzug in den Fokus der Öffentlichkeit, sondern auch mit der „Nibelungensteig”-Erweiterung kann das idyllisch gelegene Städtchen am Main künftig ein touristisches Aushängeschild vorweisen. Während aus Bergsträßer Sicht Freudenberg der künftige Endpunkt des fortan 124 Kilometer langen zertifizierten Qualitätsweg sein wird (bislang gut 42 Kilometer), ist für Bürgermeister Hofmann seine Stadt als „Tor zum Odenwald vom Main her” der Ausgangspunkt. Als „Brückenbauer” versteht sich der Verwaltungschef, soll doch eine Anbindung an den Spessart geschaffen werden. Wie dem auch sei: Am kommenden Freitag (16.) wird der Gesamtsteig, der bislang von Zwingenberg an der Bergstraße bis nach Grasellenbach führte, offiziell eingeweiht: an der Freilichtbühne mit einem attraktiven Rahmenprogramm, zu dem auch ein prominent besetzter „Nibelungensteig”-Talk gehört. Interessierte Bürger sind willkommen.
Der erste Viertausender
Dass der „Nibelungensteig” zeitgleich mit dem Nibelungenzug verlängert wurde, freut Markus Hoßfeld. Seine Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße, Auftraggeber der "Nibelungensteig„-Erweiterung, ist auch künftig für das Marketing des kompletten Steigs verantwortlich. Für die Gastronomie, Hotellerie und den Einzelhandel sieht der Geschäftsführer eine „große Chance: Wir spielen ganz oben mit im Deutschen Wandertourismus”, betonte Hoßfeld. Bester Beweis dafür ist, dass der Steig für seinen ersten Teilabschnitt bereits nach einem halben Jahr mit dem Hessischen Tourismuspreis ausgezeichnet wurde. „Nun haben wir den ersten Viertausender im Odenwald”, dankte Hoßfeld dem OWK — bei der Pressekonferenz durch den neuen Gesamtvorsitzenden, den Otzberger Bürgermeister Karl Ohlemüller, und Hauptwanderwart Manfried Hering vertreten — für die vorbildliche Markierung und Ausweisung. Der ausgewiesene Odenwald-Kenner Rainer Türk, einer der maßgebenden Männer bei der Trassenführung des Steigs, stellte sein neues „Nibelungensteig”-Buch vor.
„Herausragendes touristisches Projekt”
Für Willy Schmidt, den Geschäftsführer der Privat-Brauerei Schmucker im Mossautal, ist der „Nibelungensteig” das „für die Region herausragende touristische Projekt”. Dass der nach den Vorgaben des Deutschen Wanderverbandes zertifizierte Qualitätswanderweg durch den Nibelungenzug noch „eine ganz andere Aufmerksamkeit erlangen wird”, steht für Schmidt außer Frage. Die Schmucker-Brauerei unterstützt beide Projekte maßgebend. Binnen einer Woche biete sich dem Wanderer auf dem verlängerten „Nibelungensteig” ein „einzigartiges Erlebnis von Kultur, Natur und Kulinarischem”, begründete Schmidt die mit der Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße geschlossene Premiumpartnerschaft.
Die Nibelungen leben auf. Der Nibelungenzug 2010 wird am 24. April (Samstag) in Freudenberg am Main eröffnet. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag im Rathaus informierte der gastgebende Bürgermeister Heinz Hofmann (Bildmitte) über das Großereignis, an dem vier Bundesländer und sechzehn Städte und Gemeinden entlang der Nibelungen- und Siegfriedstraße beteiligt sind. Seinen Abschluss findet der Nibelungenzug am 16. Mai in Worms. Zur Pressekonferenz waren auch der Lindenfelser Ehrenbürgermeister Peter C. Woitge (Stirnseite, ganz links) gekommen. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nibelungen-Siegfried-Straße, und Markus Hoßfeld (2.v.r.), Geschäftsführer der Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet. Die "Berggold"-Autoren Dr. Gerda und Paul Pagel informierten über das Schauspiel, das am Eröffnungstag mit über 400 Schauspielern aufgeführt wird. Auch die „Nibelungensteig”-Erweiterung mit offizieller Einweihung an diesem Freitag (16.) und das neue Buch von Rainer Türk waren Themen der Pressekonferenz.
Bild: Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße
Nibelungenzug bahnt sich seinen Weg durch die Region
Nach der erfolgreichen Premiere vor zehn Jahren gibt es eine Neuauflage
vom 24. April bis 16. Mai / Eröffnung in Freudenberg am Main
Region. (TM). Ein Großereignis naht unaufhaltsam mit Riesenschritten: Vom 24. April bis zum 16. Mai bahnt sich der Nibelungenzug seinen Weg durch die Region. Mit Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern sind vier Bundesländer an der Neuauflage beteiligt. Vor zehn Jahren feierte der Nibelungenzug seine Premiere — mit einem immensen Publikumsinteresse und einem beachtlichen Medienecho. Heuer wird es nicht anders sein, üben die Nibelungen doch seit jeher eine ungebrochene Faszination aus. Da sind sich die Verantwortlichen der Arbeitsgemeinschaft „Nibelungen-Siegfried-Straße” einig, an dessen Spitze der frühere, langährige Bürgermeister von Lindenfels, Peter C. Woitge, steht. Mit einem ganztägigen Programm erfolgt der Start des Nibelungenzugs am 24. April in Freudenberg am Main. Seinen Abschluss findet das Spektakel vier Wochen später in Worms am Rhein.
Dass der Nibelungenzug nach der geglückten Premiere im Jahr 2000 aus Anlass der 800-jährigen Geschichte des Nibelungenlieds und dem eigens ausgerufenen „Nibelungenjahr” abermals zu einem großen Erfolg wird, dafür ziehen die beteiligten Kommunen, Vereine und Institutionen an einem Strang. Und wieder gibt es — ein Jahrzehnt später — einen aktuellen Bezug, wurden die Nibelungenlied-Handschriften doch im vergangenen Jahr in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen — einem weiteren Ritterschlag, der mit der offiziellen Auszeichnung im Januar in der Bayerischen Staatsbibliothek in München vollzogen wurde. Welchen Stellenwert der Nibelungenzug hat, zeigt auch die Tatsache, dass gleich vier Ministerinnen und Minister die Schirmherrschaft übernommen haben: die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europa-Angelegenheiten in der bayerischen Staatskanzlei, und ihr Pendant im Staatsministerium Baden-Württemberg, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart.
Mittelalter zum Anfassen
Stationen des Nibelungenzugs, der Kultur und Tourismus auf ideale Weise länderübergreifend verbindet, sind Freudenberg am Main, Miltenberg, Amorbach, Walldürn, Buchen, Beerfelden-Hetzbach, Erbach/Michelstadt, Mossautal, Grasellenbach, Lautertal, Reichelsheim, Lindenfels, Fürth, Bensheim, Lorsch, Bürstadt und Worms. In allen Städten und Gemeinden wird ein umfangreiches Programm angeboten: Mittelalterliche Märkte, buntes Nibelungentreiben mit Gauklern, historische Musik und Spiele, mittelalterliche Konzerte und ein ebensolches Spectakulum. Überdies sollen Erlebniswanderungen, etwa zu den geheimnisvollen Kobolden im Felsenmeer, kleine und große Gäste aus Nah und Fern anziehen. Nicht fehlen im über hundertköpfigen Tross — Motto: „Dem Drachen nach” — dürfen natürlich Siegfried, Brünhild, Kriemhild und der hinterhältige Hagen. Kulinarisch steht natürlich auch alles im Zeichen des Mittelalters: Ochs am Spieß und Schmankerl aus früheren Jahrhunderten beispielsweise werden aufgetischt, zünftig umrahmt, mal von einem Burgunderlager, einem mittelalterlichen Frühschoppen, einem Nibelungen-Frühstück oder einem Nibelungenlager mit Jagdhornbläsern. Das passt hervorragend, war doch der Odenwald einst das Jagdgebiet der Nibelungen.
Die Vorbereitungen für den zweiten Nibelungenzug laufen auf Hochtouren. In Mossautal im Odenwald fand unlängst eine Sitzung auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft „Nibelungen-Siegfried-Straße„ statt, bei der letzte Absprachen zwischen den Vertretern der Städte und Gemeinden getroffen wurden. Das Marketing sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Nibelungenzug liegt federführend bei der Tourismusmarketing GmbH; Kreis Bergstraße mit Sitz in Lorsch.
„Berggold” ein Höhepunkt
Bestens gerüstet ist bereits auch Freudenberg am Main: Rund 400 Einladungen für Ehrengäste wurden bereits für den 24. April verschickt, berichtet Bürgermeister Heinz Hofmann. An die Eröffnungsveranstaltung in der Alten Kirche schließt sich die Ausstellungseröffnung „Mythos Drachen” in der Amtshausgalerie an. Nach einem gemeinsamen Nibelungen-Essen im Mainvorland dürfte die Aufführung von „Berggold — Siegfrieds Kampf mit dem Drachen” — einem Spektakel in fünf Akten — zu einem der Höhepunkte gehören. Derzeit wird schon eifrig geprobt. Gegen 16 Uhr erfolgt der Abmarsch des Nibelungenzugs von Freudenberg mit Rast in Bürgstadt nach Miltenberg. Den ganzen Tag über bis am späten Abend findet flankierend im malerischen Freudenberg ein buntes Nibelungentreiben mit Gaukeleien, historischer Musik mit „Patapan” — den Spielleuten der Churpfalz — und zünftiger Bewirtung im Mainvorland statt. Bis der Schlussakkord in Worms mit einem mittelalterlichen Treiben rund um den Dom und der Ankunft des Nibelungenzugs über den Rhein kommend am 16. Mai gesetzt wird, werden die Straßen und Plätze entlang der Touristikstraßen von Mittelalter zum Anfassen geprägt sein.
Die Nibelungenzug-Neuauflage ist nicht nur eine konzertierte Aktion der vier Bundesländer mit ihren beteiligten Landkreisen und Kommunen, mit der Sparkassenstiftung Starkenburg (Heppenheim), dem Energieversorger HSE (Darmstadt) und der Privat-Brauer Schmucker (Mossautal) konnten auch finanzkräftige Sponsoren gefunden werden.
Infobox: Nibelungenzug 2010, 24. April bis 16. Mai, Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft „Nibelungen-Siegfried-Straße”, Burgstraße 37 (Kur- und Touristikservice), 64678 Lindenfels, Telefon 06255 / 30644, E-Mail: touristik@lindenfels.de sowie bei den beteiligten Stadt- und Gemeindeverwaltungen.
Sparkassenstiftung unterstützt den Nibelungenzug
LINDENFELS. Die Nibelungensage ist in unserer Region durch die Arbeitsgemeinschaft Nibelungen-Siegfried-Straße — einem losen Zusammenschluss von 22 Gemeinden — präsent. In diesem Jahr wird der Nibelungenzug wieder durch diese Städte und Gemeinden ziehen. Dieses besondere kulturelle Ereignis unterstützt die Sparkassenstiftung Starkenburg mit einer Spende von 1500 Euro.
Gerhard Hofferbert (Vorstandsmitglied der Stiftung) übergab gemeinsam mit Miriam Unger und Markus Morckel, (Leiter der Sparkassenfiliale in Lindenfels), einen symbolischen Scheck an Peter C. Woitge (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nibelungen-Siegfried-Straße), Klaus Johe (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft), Alexander Glosauer (Vorsitzender des Lindenfelser Vereins Drachenvolk), sowie an die Bürgermeister Volker Öhlenschläger (Fürth) und Markus Röth (Grasellenbach).
„Die Sparkassenstiftung Starkenburg macht sich stark für Kunst und Kultur und handelt nach dem Leitsatz ,aus der Region für die Region’.” so Hofferbert. Dreimal 500 Euro stellt die Stiftung für dieses Ereignis zur Verfügung. 1200 Euro hatte sie bereits für den Ankauf einer Faksimile Ausgabe der Handschrift „C” des Nibelungenliedes bereitgestellt.
„Bereits vor zehn Jahren zog der Nibelungenzug durch das Land der Nibelungen”, erklärte Woitge. Anlass war damals der runde Geburtstag „800 Jahre Nibelungenlied”. Dabei entstand eine Skulpturenserie der Nibelungen des Künstlers Jens Nettlich. Die Metallkunstwerke haben ihren festen Platz an markanten Punkten entlang der Route gefunden. Woitge bedankte sich auch im Namen der drei Gemeinden bei der Stiftung für die Unterstützung.
Die große Bedeutung des Nibelungenzuges 2010 spiegelt sich auch in der Besetzung der Schirmherren wieder. Es sind dies: Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz; Emilia Müller, Staatsministerin des Freistaates Bayern; Professor Wolfgang Reinhart, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Staatsministerium Baden Württemberg; Eva Kühne-Hörmann, Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen.
Der Nibelungenzug 2010 findet vom 24. April bis 16. Mai statt. Der Auftakt ist in Freudenberg am Main, dann geht es weiter über Miltenberg, Amorbach, Walldürn, Buchen, Erbach/Michelstadt, Beerfelden, Mossautal, Grasellenbach, Fürth, Lautertal, Reichelsheim, Lindenfels, Bensheim, Lorsch und Bürstadt bis nach Worms. In Lindenfels ist am 9. Mai das mittelalterliche Spektakel auf der Burg, veranstaltet vom „Drachenvolk”, das Ziel der Teilnehmer aus Fürth, Lautertal, Reichelsheim und Lindenfels.
Einen Beitrag zur Gestaltung des Nibelungenzugs steuert die Sparkassenstiftung Starkenburg bei. Von links: Gerhard Hofferbert, Klaus Johe, Markus Röth. Miriam Unger, Markus Morckel, Peter C. Woitge, Markus Glosauer und Volker Oehlenschläger.